Drei Tage mit dem Mallorca-Rudel

Bericht von Winnie

 

Mein Wecker schellt, aber ich liege bereits wach im Bett. Es ist 2:15 Uhr morgens am 14. Januar 2006 und Zeit, aufzustehen. Kurze Zeit später kommt auch Gabi in die Küche, die bei uns übernachtet hat. Pünktlich zur Abfahrt meldet sich Melli, die uns zum Flughafen fährt und vor der Türe wartet. Schnell sind die Koffer mit Spenden und die Transportboxen im Wagen verladen und los geht die Fahrt nach Düsseldorf.

 

Am Flughafen angekommen, verabschieden wir uns mit einer Umarmung von Melli, der wir alle sehr dankbar für die Fahrt sind. Der Check-in ist schnell erledigt und wir haben auch keinen allzu langen Aufenthalt in der Wartehalle, können aber noch in Ruhe Kaffee und Tee trinken. Mir ist mittlerweile vor Aufregung ganz übel und so langsam steigt die gewohnte Flugangst in mir auf, als wir in die Maschine gehen. Zum Glück haben wir eine verkürzte Flugzeit und landen ohne Probleme um kurz nach 8 Uhr auf dem Flughafen Palma de Mallorca. Das Gepäck ist schon auf unserem Förderband, als wir in die Ankunftshalle kommen, dafür warten wir unendlich lange am Mietwagen-Stand, um unsere Papiere und den Wagenschlüssel zu bekommen.

 

Im Parkhaus dann nach kurzer Suche der Schock: Wir haben anstatt des gebuchten Corsas einen „gleichwertigen“ Kleinwagen bekommen - einen Micra! Wenn man dann versucht, einen großen und einen kleinen Koffer, 3 Rucksäcke und Taschen sowie zwei riesige Transportboxen mit Spendengütern gefüllt in ein solches Auto zu packen, stellt man schnell fest, wie wenig Platz so ein Micra-Kofferraum bietet ;-) Mit viel Drücken und Biegen schaffen wir es dann doch und Gabi setzt sich hinters Steuer. Ich sitze eingequetscht auf der Rückbank zwischen Rucksäcken, einer Box und dem Koffer - gemütlich…

 

Nachdem unser Auto keinen Platz mehr für etwas lässt, schmeißen wir unseren Terminplan um und fahren direkt zu unserem Appartement bei Cala Ratjada. Eigentlich war die Fahrt zur Perrera Son Reus geplant, um von dort Hunde mitzunehmen. Die Fahrt dauert etwas über eine Stunde und wir kommen an unserem Appartement an. Das meiste Gepäck lassen wir im Auto, weil es sowieso zu Heidi und Thomas gebracht werden muss. Das Appartement ist gemütlich und liegt ruhig in einer Seitenstraße. Kalt ist es, weil der kleine Heizkörper den ganzen Wohnraum gar nicht aufwärmen kann. Wir nutzen die verbleibende Zeit für einen Spaziergang am Meer in der Sonne. Draußen sind es angenehme 15 Grad, so dass wir unser Mittagessen auf einer Hotelterrasse einnehmen. Wir wollen einkaufen gehen und laufen ca. 1,5 Stunden ziellos durch den Ort, um am Ende festzustellen, dass der gesuchte Supermarkt fast gegenüber von unserem Appartement liegt. Zwischendurch telefoniere ich mit Heidi und wir vereinbaren, dass Heidi uns mitteilt, wann wir zu ihr kommen können. Das Warten fällt uns schwer und als Heidi dann anruft, warten wir keine Sekunde und steigen ins Auto.

 

Die Fahrt nach Artà ist schnell vorbei, nach ca. 10 Autominuten stehen wir vor dem Grundstück der Finca. Heidi öffnet die große Türe und endlich stehen wir uns gegenüber. Eine herzliche Begrüßung, unterstützt von lautem Gebell der vielen Hunde, die alle hinter einem kleinen Gitter vor dem Eingangstor auf uns warten. Es ist ein absolut überwältigendes Gefühl, die Hunde vor sich zu sehen, die man bisher nur von Fotos kennt. Ich sehe Chusca und sie sieht viel hübscher aus als auf den bekannten Bildern, der kleine traumatisierte und ängstliche Jimmy steht ganz hinten in sicherem Abstand und bellt uns entgegen, Balu, der riesige eigene Hund von Heidi und Thomas steht mittendrin und schaut uns ruhig entgegen, Julio kommt auch um die Ecke gerast und wedelt freundlich. Blacky ist viel kleiner als erwartet und in diesem Moment schießen mir die Tränen in die Augen, weil ich einfach glücklich bin, dass so viele Hundeleben vor der Tötung gerettet wurden. Jeder von Ihnen hat seine eigene traurige Vergangenheit und allen geht es nun endlich gut, sie sind in Sicherheit und sehen glücklich aus - ein emotionaler Moment, der kaum zu beschreiben ist. Wir gehen zu den Hunden und begrüßen sie. Chusca ist kaum zu bändigen und springt immer wieder an mir hoch, fordert mich zum Spiel auf und zerrt an meiner Jacke. Das Mädchen steckt voller Power und hat sich auf der Finca zu einer wunderschönen Hundedame entwickelt. Plötzlich schießt Ronny um die Ecke und begrüßt überschwänglich Gabi. Er ist viel kleiner als erwartet und sieht aus wie ein Minigalgo.

 

Nach der langen Begrüßung und vielen Streicheleinheiten gehen wir ins Haus und in den dahinter liegenden Innenhof. Alles ist rustikal eingerichtet, gemütlich und mit vielen Pflanzen im Außengelände, der Wohnraum besteht fast völlig aus Betten, Sesseln und Körbchen für die vielen Hunde. Maxi kommt nun auch zur Begrüßung. Ihr Alter merkt man ihr überhaupt nicht an, sie ist topfit und fordert mich zeitweise sogar zum Spielen auf. Lange bleibt sie nie, weil sie kein Leben im Rudel gewohnt ist. Maxi war immer ein Familienhund, der aus Krankheitsgründen abgegeben werden musste. Anfang Februar kann sie endlich in ihre Pflegestelle bei Frankfurt fliegen. Cadeno zeigt sich als großer Schmuser - ein kleiner kompakter Rüde ist mit einer schrecklichen Vergangenheit. Die Narbe von der eingewachsenen Kette rund um seinen Hals sieht man immer noch unter dem Fell. Heidi zeigt uns den Raum von Amanda und ihren Welpen. Amanda sieht so hübsch aus nach ihrem Friseurbesuch und hüpft wie ein kleiner Flummi vor Freude an uns hoch. Die ca. 10 Wochen alten vier Babys sind etwas größer als eine Handfläche und liegen zusammengekuschelt in ihrem Körbchen, aus dem sie uns mit großen Augen ansehen. Kleine wuschelige braune Fellbündel, einfach in der Perrera zusammen mit der Mutter abgegeben, weil sie nicht gewollt waren.

 

So viele Eindrücke… Und dann sehe ich Finchen. Die kleine Rauhaardackel-Mixhündin stellt sich auf die Hinterbeine und führt einen Freudentanz vor uns auf, wackelt mit ihrem Stummelschwänzchen und möchte auf den Arm genommen werden. Heidi fand Finchen vor wenigen Wochen auf dem Grünstreifen einer befahrenen Hauptstraße und konnte sie retten. Leider wurde Finchen positiv auf Leishmaniose getestet, zeigt jedoch wie alle anderen erkrankten Hunde überhaupt keine Anzeichen, ist topfit und kommt prima mit der Tabletten-Behandlung zurecht. Inca, die minikleine Hündin, ebenfalls leishmaniosepositiv, zeigt uns ihre Zähnchen, als sie vor Freude lacht und wackelt kräftig mit dem kompletten Hinterteil. Ein kleines Temperamentbündel und ich würde sie am liebsten zusammen mit Finchen mit nach Hause nehmen…

 

Irgendwann setzen wir uns an den Tisch im gemütlichen Wohnraum, trinken etwas und führen lange Gespräche. Am Abend grillt Thomas für uns und wir schaffen es gar nicht, die riesige Menge aufzuessen, weil wir immer noch so aufgeregt sind. Wir besprechen noch den Ablauf für den nächsten Tag und verabschieden uns gegen 23:30 Uhr von Heidi und Thomas, um den Weg zum Appartement zurückzufahren. Dort angekommen, lassen wir den aufregenden Tag noch einmal Revue passieren und fallen anschließend völlig übermüdet in die Betten.

 

Am nächsten Morgen wache ich gegen 8 Uhr auf und bleibe noch etwas im Bett liegen. Mein Rücken schmerzt und ich habe Kopfweh, was sich aber schnell nach dem Aufstehen wieder legt. Gabi ist auch schon wach und wir frühstücken zusammen. Gegen Mittag fahren wir wieder nach Artà, um Heidi abzuholen. Wir sind mit Maria, einer weiteren auf Mallorca lebenden Tierschützerin verabredet und freuen uns schon auf unser Treffen.

 

Heidi führt uns über die Haupt- und Nebenstraßen, durch die vielen auf Mallorca befindlichen Verteilerkreise hindurch und erklärt uns dabei die Bedeutung der Aussage „in Flugrichtung geradeaus durch den Kreisel“, die uns noch lange amüsiert. Marias Haus liegt einsam und versteckt auf einem Hügel mit einer traumhaften Aussicht. Wir betreten das große Grundstück, das einer Parkanlage ähnelt. Maria kommt uns entgegen und begrüßt uns. Eine sehr sympathische und tolle Frau, der wir gerne bei ihren Erzählungen zuhören. Den vielen Hunden bei Maria geht es prima, sie machen einen glücklichen und ausgeglichenen Eindruck. Maria zeigt uns die Welpenstube und überall wuseln weitere Hunde und Katzen durch die Wohnräume. Zwei riesige Schweine leben hinter ihrem Haus - Dank Maria konnten sie vor dem Schlachter gerettet werden und fühlen sich bei ihr einfach sauwohl. Zufrieden und erfreut, dass wir Marias Bekanntschaft machen durften, verlassen wir gegen 14:30 Uhr ihr Grundstück und machen uns auf den Weg zum nächsten Termin.

 

Wir fahren wieder durch jede Menge Kreisel auf dem Weg nach Capdepera. Dort treffen wir uns mit dem Tierschutzverein Capdepera: Jutta vom Hövel-Meier, ihrem Mann Ralf und der ersten Vorsitzenden Marlies Beuse. Nach der Begrüßung nehmen wir Platz im Wohnraum der großen Finca. Bei Kaffee und Gebäck führen wir unsere Gespräche über eine mögliche gegenseitige Unterstützung. Der TSV Capdepera leistet als erste Organisation vor Ort wichtige Aufklärungsarbeit und sieht sich als „Anwalt der Tiere“. Durch Gespräche und regelmäßige Veröffentlichungen von Zeitungsartikeln zum Thema „Tierhaltung“ bemühen sich die Verantwortlichen um Aufklärung und Sensibilisierung der spanischen Bevölkerung für das Thema Tierschutz. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden mit Anzeigen gegen den Tierhalter geahndet. Vorab versuchen die Mitarbeiter, in Gesprächen mit den Eigentümern der Tiere eine Lebensverbesserung zu erreichen, was allerdings in den wenigsten Fällen gelingt, da sie auf völliges Unverständnis stoßen. Manchmal hilft eine Ermahnung durch einen Mitarbeiter der Policia Local (Ortspolizei). Im Winter werden Kastrationsaktionen durchgeführt und natürlich suchen auch hier einige gerettete Hunde und Katzen ein schönes Zuhause.

 

Wir lernen die Hündin Diana und ihre drei Welpen kennen sowie Brownie, einen unglaublich lieben Ibizenco-Rüden. Bei der Suche nach einem geeigneten und liebevollen Zuhause helfen wir gerne und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit, einen regen Austausch und ein hoffentlich baldiges Wiedersehen, als wir Abschied nehmen.

 

So fahren wir am späten Nachmittag wieder zurück nach Artà, wo schon Thomas und die Hunde auf uns warten. Dort angekommen, verbringt Heidi lange Zeit in der Küche und bereitet Platten mit leckeren Schnittchen zu. Dann sitzen wir noch lange mit vielen Hunden an unserer Seite im Wohnraum am Kaminfeuer zusammen und erzählen uns Geschichten, lachen und scherzen, sind glücklich, endlich hier zu sein. In der Nacht treten wir die Rückfahrt zu unserem kalten Appartement an und fallen den zweiten Abend völlig geschafft in die Federn.

 

 

Am Morgen des letzten Tages unserer Reise packen wir unsere Taschen und Koffer. Gabi hat keinen Hunger und verzichtet auf ihr Frühstück. Ich bin mal wieder viel zu langsam und lasse auf mich warten… Für diesen Tag haben wir um 12 Uhr einen Termin bei Heidis Tierarzt Dean P. Lawrence in Cala Ratjada. Vorher wollen wir unbedingt noch als kleine Überraschung nach Manacor in den Lidl-Markt fahren und die dortigen Futtervorräte aufkaufen, um sie zu Heidi und Thomas zu bringen. Irgendwann bin auch ich dann startklar und die Fahrt geht los. Manacor erreichen wir nach einer ca. 30-minütigen Autofahrt. Mit 110 kg Trockenfutter im Gepäck treten wir die Rückfahrt an. Wir müssen durch Artà fahren, um zur Tierarztpraxis in Cala Ratjada zu gelangen. In Artà angekommen, treffen wir auf eine Straßensperre. An diesem Tag wird hier ein großes Fest gefeiert und wir verirren uns in den Seitenstraßen. Völlig verzweifelt quetschen wir uns durch die engen Gassen, Panik steigt in uns auf und wir rechnen schon nicht mehr damit, jemals wieder aus diesem Irrgarten herauszukommen und pünktlich an der Tierarztpraxis anzukommen. Pünktlich sind wir wirklich nicht, aber plötzlich finden wir uns auf der bekannten Hauptstraße wieder. Wir sind erleichtert und beruhigen uns langsam. Zwischenzeitlich meldet sich Heidi auf meinem Handy und teilt mit, dass sie ebenfalls wegen der Festlichkeiten im Stau in Artà feststeckt und es nicht nach Cala Ratjada schaffen wird.

 

Die Praxis finden wir zum Glück ohne Probleme und werden um kurz nach 12 Uhr freundlich von Tierarzt Dean empfangen. Er zeigt uns die Klinik mit Labor, Röntgen-, OP-Raum und anschließend unterhalten wir uns noch im Untersuchungszimmer. Nach der sehr informativen Unterhaltung sind wir alle sicher, dass unsere Schützlinge bei Dean in sehr guten Händen sind. Leider bleibt nicht viel Zeit und wir müssen uns schnell verabschieden, denn es steht noch ein Hausbesuch bei einem Hund an, den er wahrnehmen muss.

 

Wir fahren zu Heidi und Thomas - mittlerweile gibt es zu unserem Glück keine Straßensperren mehr und wir kommen problemlos durch Artà. Heute hat Thomas Geburtstag und wir begrüßen ihn an der Garage mit einem Ständchen und einem kleinen Fresskörbchen, welches wir zusammengestellt haben. Heidi kommt zu uns und staunt, wie viel Futter wir als weitere Überraschung mitgebracht haben. Die Freude ist groß und wir laden gemeinsam die neuen Vorräte aus.

 

Dann beginnen wir mit der letzten wichtigen Aufgabe des Tages: Fotografieren und Filmen. Zuerst die Hunde im unteren Teil des Grundstücks. Dort befinden sich Xaver, Teddy, Marc und der arme Cookie. Cookie, ein sehr alter Cocker Spaniel, wurde in der Perrera abgegeben. Er scheint taub zu sein und sein Fell ist komplett verfilzt. Es wird schwer, für ihn ein geeignetes Zuhause zu finden, aber wir geben die Hoffnung nicht auf. Anschließend machen wir Fotos von den Hunden im Rudel, was sich gar nicht so einfach gestaltet. Alles wuselt wild durcheinander, jeder Hund möchte gestreichelt oder bespielt werden und oftmals erwischen wir nur ein Hinterteil oder ein Stück Ohr auf unseren Bildern und müssen viel lachen. Gabi wird bei dem Versuch, sich beim Fotografieren hinzusetzen, direkt von einer ganzen Meute überfallen. Unter großem Gelächter müssen wir natürlich alles auf Film und Fotos festhalten.

 

Heidi versorgt inzwischen die Hunde, welche wir als Flugpaten nach Deutschland begleiten werden. Mit uns werden Amanda und ihre Welpen reisen, außerdem Blacky und Ronnie sowie eine Katze für die Tierhilfe „Samtpfötchen Mallorca“. Am Vortag durften bereits Trixie, Goldi und Lana ihre Reise nach Deutschland antreten und warten nun in ihren Pflegestellen auf Besuch von lieben Familien.

 

Der Abschied fällt uns allen schwer, aber auch dieser Zeitpunkt kommt. Wir bedanken uns noch mal bei Thomas für die herzliche Aufnahme. Auch den Hunden streicheln wir noch einmal über die Köpfchen und versprechen, für alle ein schönes Zuhause zu finden. Wir werden sie vermissen…

 

Heidi fährt vor auf dem Weg zum Flughafen. In ihrem Auto wird sie von Ronnie und der Katze begleitet. Außerdem ist natürlich wie immer ihr kleiner Pumukl dabei, ohne den sie nie aus dem Haus geht. Wir fahren mit Amanda, ihren Welpen und Blacky im Auto hinterher. Gabi führt uns wie immer sicher über die Straßen und durch die wohlbekannten Kreisel. Am Flughafen gibt es noch ein wenig Verwirrung bei der Suche nach dem Parkhaus und dem Rückweg zum Abfluggebäude. Unser Schalter ist leer und Heidi hilft mir beim einchecken. Die großen Boxen werden am Sperrgepäckschalter abgegeben, Blacky und die Katze werden uns in der Kabine auf dem Flug begleiten.

 

Auch der Abschied von Heidi steht nun bevor. Wir umarmen sie fest und danken ihr noch einmal für alles. Heidi und Thomas werden für immer einen Platz in unseren Herzen haben und wir sind froh, diese lieben Menschen nun auch persönlich zu kennen. Heidi blickt uns noch hinterher, bis wir im Abflugbereich verschwinden. Wir suchen noch ganz schnell die Toiletten auf und hören kurz danach den letzten Aufruf für die Passagiere unserer Maschine nach Düsseldorf. Wir nehmen unsere Beine unter die Arme und rennen zu unserem Gate. Als fast letzte Fluggäste nehmen wir unsere Plätze ein und müssen feststellen, dass wir überhaupt keinen Platz haben. Vor allem über Gabi müssen wir lachen, denn ihre Sitzposition lässt durch die Katzenbox unter ihren Füßen noch nicht einmal zu, dass der Tisch an ihrem Vordersitz heruntergeklappt werden könnte. Ihre Knie sind auf gleicher Höhe mit ihrem Kinn und wir können uns vor Lachen kaum halten.

 

Ich schaue mich im Flugzeug um und stelle fest, dass sich im hinteren Teil noch jede Menge freie Sitzplätze befinden. Also warte ich auf eine Flugbegleiterin und frage nach, ob wir uns umsetzen und auf zwei Sitzreihen verteilen dürfen. Kein Problem und so können wir zum Glück auch den Rückflug bequem auf unseren Plätzen sitzen.

 

Nach einer extrem holprigen Landung kommen wir um kurz nach 8 Uhr am Flughafen in Düsseldorf an. Unser Gepäck und die Hunde sind schnell eingesammelt und am Ausgang warten schon viele Menschen auf uns und die Tiere. Anja und Richard, Ingo, Melli und Sabine begrüßen uns und schauen sofort neugierig in die Transportboxen. Wir sind völlig erledigt und geschafft von den anstrengenden, aber wunderschönen Tagen. Mir kommt es vor, als würden wir nur Unsinn reden und ich muss immer wieder über meine Wortstellung grinsen. Nachdem die Fahrgemeinschaften geklärt und die Tiere aufgeteilt sind, verabschieden wir uns.

 

Weil wir offensichtlich viele interessante Geschichten zu erzählen haben, schafft Melli es sogar, zweimal die falsche Autobahn zu nehmen, weil sie so abgelenkt war… Wir kamen dann endlich gegen ca. 22 Uhr bei mir Zuhause an. Die Wiedersehensfreude unter allen ist groß, Gabis Tochter Tabea und meine Hunde sind völlig aus dem Häuschen. Nach einer Verschnaufpause verabschieden wir uns dann voneinander und Melli fährt auch noch Gabi und Tabea nach Hause.

 

Diese drei Tage bei Heidi und Thomas werden wir lange nicht vergessen. Viele Erinnerungen lassen mich auch jetzt, 4 Tage später, nicht los und bisher kann ich immer noch nicht alle Eindrücke verarbeiten. An dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön an Heidi und Thomas für die herzliche Aufnahme und einfach für Alles. Danke auch für die angenehmen Gespräche und die schönen Treffen mit Maria, dem TSV Capdepera und Dean P. Lawrence. Eins steht fest - wir waren zwar zum ersten Mal, aber mit Sicherheit nicht zum letzten Mal auf Mallorca und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen!

 

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