Anna - eine Rettung gab ihr Hoffnung, die leider nie erfüllt wurde

 

Wie gerne würden wir an dieser Stelle behaupten, dass alle traurigen Geschichten ein Happy End haben. Leider ist es nicht der Fall und immer wieder müssen wir hilflos zusehen, das Hunde nach ihrer Rettung den Weg ins Glück nicht finden und an Krankheit oder Unterernährung sterben.

Anna wurde aus schrecklichen Verhältnissen befreit. Sie lebte an einer kurzen Kette, bekam kaum Futter und Wasser, dafür regelmäßig Tritte und Schläge von ihrem Besitzer! Die hübsche Pastor Mallorquin-Hündin hatte sich bereits aufgegeben, ihr Blick bestand nur noch aus Leere und Trauer, sie wartete auf ihre Erlösung.

Nachdem Anna von der Kette befreit und bei Heidi auf die Finca gebracht wurde, war sie anfangs sehr ängstlich. Im Grunde bestand Anna nur aus Panik, sobald ein Mensch in ihre Nähe kam. Aber Anna war eine kluge Hündin und bemerkte nach wenigen Tagen, dass ihr bei Heidi niemand etwas Böses wollte. Die Zeit der schlagenden Hände und tretenden Füße war vorbei und Anna sollte nur noch Liebe erfahren. Mit der Zeit wurde sie zutraulicher und endlich begann sie auch richtig zu fressen und nahm zu. Ihre Unterernährung und der Flüssigkeitsmangel hatten ihr schwer zugesetzt. All dies schien sie überwunden zu haben.

Eine Familie aus Deutschland meldete sich und versprach Anna ein Zuhause. Alles deutete auf ein wunderschönes Leben für Anna hin, ein Flug wurde bereits gesucht und bald sollte Anna in ihr Glück reisen.

Jedoch kam alles anders! Kurz vor ihrem Flug ging es Anna sehr schlecht und Heidi brachte sie sofort zum Tierarzt. Dieser stellte Wasser im Bauch fest und versuchte, die Hündin zu retten. Drei Tage kämpften Heidi und unser Tierarzt um das Leben von Anna - am Ende haben wir alle verloren. Anna hat uns verlassen und verstarb an ihrer Krankheit, ohne jemals eine eigenen Familie zu haben, die sie wirklich lieb hat. 

 

Warum nur?
Süße Anna, du warst ein traumhafter Hund! Alle verliebten sich sofort in dich, du hattest so ein bezauberndes Wesen... So schrecklich waren die Verhältnisse, aus denen Heidi und deine Namensgeberin Anna dich befreiten, dein Leben lang an einer kurzen Kette ohne Zuwendung und Wasser. Nur selten bekamst du Futter, dafür umso häufiger Tritte und Schläge... Endlich warst du in Sicherheit bei Heidi und langsam legtest du sogar deine Angst vor Menschen ab, hast Vertrauen gefasst. Dann wurdest du krank und dein Bäuchlein war rund und dick, voller Wasser! Der Tierarzt versuchte alles... Dann die schönste Nachricht der Welt - du hast ein Zuhause gefunden! Doch niemals wirst du deine Familie kennen lernen, die dir eine Chance geben wollte. Am 9. Mai 2007 bist du gestorben... Du fehlst uns so sehr, hübsche Anna. Du hättest alles Glück der Welt verdient, doch deine Krankheit war stärker. Nichts kann uns trösten, über diese Ungerechtigkeit hinweg zu kommen.
Schlaf gut, liebes Mädchen, wir werden dich nie vergessen!

 

 

 

 


 

 

 

 

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