Die Geschichte von Mara

 

 

 

Mara ist eine Boxerhündin, geboren im November 2002 - also gerade fünf Jahre alt geworden. Sie wurde von ihrer Besitzerin abgegeben und von einer tierlieben Frau auf Mallorca aufgenommen. Mara muss eine schreckliche Zeit bei dieser Frau gehabt haben, denn ihr Zustand war einfach grausam, als sie am 8. Oktober 2007 zu uns kam. Sie war völlig unterernährt und schwach, ihr Äußeres ließ sofort auf eine Leishmanioseerkrankung schließen. Der ganze Körper war voller Wunden, Zecken, die Ohren waren entzündet und von Pilz übersäht, die Krallen waren so lang, dass sie sich teilweise in den Fußballen bohrten! Der Tierarztbesuch bestätigte den Verdacht auf Leishmaniose - Maras Titer lag bei 1:800.

 

Die Behandlung zeigte zum Glück schnelle Wirkung. Maras Wunden verheilten, die Milben sind verschwunden und sie hat ordentlich zugenommen. Ihre Krallen wurden zwischenzeitlich geschnitten.

 

Maras Charakter ist ein Traum! Sie ist eine unglaublich liebe und freundliche Hündin, sehr verschmust, total verspielt und lernt gerne und schnell. Sie gehorcht aufs Wort, versteht auch schon das deutsche Kommando „Sitz“. Sie ist ein absoluter Schatz, nur kleine „Kläffer“ mag sie nicht besonders, wobei sie aber keinesfalls bösartig reagiert. Jeder, der Mara kennen lernt, schließt sie sofort in sein Herz. Sie kommt mit anderen Hunden problemlos aus, möchte einfach nur gefallen und es gibt - bis auf ihre Krankheit - keine negativen Dinge über sie zu berichten.

 

Vor kleinen Kindern hat Mara leider Angst, da sie von dem Sohn und dem Mann ihrer Vorbesitzerin vermutlich misshandelt wurde.

 

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Maras Tagebuch, geschrieben von Sieglinde, ihrem Pflegefrauchen auf Mallorca:

 

Abgeholt wurde Mara am 8.10.2007 aus ihrem Zuhause. Sie wog zu diesem Zeitpunkt 10,9 kg. Ohren und Körper waren voller Zecken und Wunden, in denen sich schon Larven eingenistet hatten, außerdem hatte sie Pilz in den Ohren. Sie litt an extremen Erbrechen und Durchfall. Es gab den Verdacht auf Leishmaniose und Anemie. Beim Tierarzt wurde sie sofort mit Sulfintestin Neomicin, Primperan, Mitosylsalbe und Bachblüten behandelt, die Ernährung bestand aus rohem Rindfleisch.

 

Am 16.10.2007 wog Mara bereits 15,5 kg. Ihr Zustand ließ eine Blutabnahme endlich zu. Ergebnis des Leishmaniosetests: positiver Titer von 1:800. Die Behandlung mit Alopurinol wurde eingeleitet - 900 mg pro Tag. Ab dem 18.10. gab es zusätzlich Ripercol, drei Tabletten täglich. Die langsame Gewöhnung an Trockenfutter mit Reis wurde begonnen, weiterhin gab es hauptsächlich rohes Rindfleisch.

 

 

Ab 9.11.2007 Ernährung mit rohem Pferdefleisch und Trockenfutter.

 

Am 13.11.2007 waren die Wunden in den Ohren abgeheilt, die Pilzbehandlung erfolgte mit Conofite Forte.

 

Ein weiterer Kontrollbesuch beim Tierarzt fand am 26.11.2007 statt. Mara wog diesmal bereits 21,5 kg. Der Tierarzt riet noch von einer Impfung ab, da er beobachten wollte, ob Maras Zustand weiterhin so gut bleibt. Er war grundsätzlich begeistert von ihrer Entwicklung.

 

Mara am 18.10.2007:

 

Januar 2008:

 

Ein kleines Wunder ist geschehen - Mara hat ein Zuhause gefunden. Nachdem sie wunderbar auf alle Behandlungen reagiert hat und mittlerweile zu Kräften kommen konnte, ist sie transportfähig und kann ihre Reise nach Deutschland antreten.

 

Mara wird den Zielflughafen Frankfurt/Mail ansteuern und von dort aus zusammen mit ihrer neuen Familie nach Lothringen fahren, um dort gemeinsam im kleinen Hunderudel in einem kleinen Dorf auf dem Land ihr restliches Leben glücklich zu verbringen.

 

Wir danken an dieser Stelle von Herzen Maras neuer Besitzerin, Frau Nix, für das Traumzuhause, auf das Mara so lange warten musste. Ein herzlicher Dank geht außerdem an unsere gute Seele auf Mallorca, Sieglinde, die sich aufopfernd täglich um Mara gekümmert hat.

 

(Februar 2008)

 

Mara in ihrem Zuhause:

 

 

 

 


 

Mara ist nicht mehr bei uns...

­ 11/2002        V 06/2008

Mara wusste, wie sich Schläge und Tritte anfühlen, wie es ist, vergessen zu werden, kein Futter und Wasser zu bekommen... all dies kannte sie nur zu gut und musste noch zusätzlich alleine gegen ihre Leishmanioseerkrankung kämpfen.

Dann wurde Mara gerettet und sie bekam all das, was sie bisher in ihrem Leben nie erfahren durfte - Liebe, streichelnde Hände, Zuneigung, gutes Futter und immer frisches Wasser. Ihr Frauchen liebte sie ohne Einschränkung und gab alles, um auch Maras Leishmaniose in den Griff zu bekommen. Leider war die Krankheit zu weit fortgeschritten und Mara hat es nicht geschafft. Sie schlief in den Armen ihres lieben Frauchens ein.

Wir hätten wir so viel mehr Zeit gewünscht, aber wir sind dankbar für die Monate, in denen Mara die kleine Prinzessin sein durfte.

Mara wird immer einen Platz in unserem Herzen haben.
Wir danken Frau Nix für die wunderbare Zeit, die Mara mit ihr erleben durfte.

Nach der Zeit der Tränen und der tiefen Trauer bleibt die Erinnerung.
Die Erinnerung ist unsterblich und gibt uns Trost und Kraft.

 

 

 

 

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