Lena

 

 

 

 

 

Name: Lena Neu eingestellt am: 30.12.2018
Alter: ca. 1,5 Jahre Aufenthaltsort: Köln
Rasse: Bodeguero-Mix Pflegestelle gesucht: nein
Größe: klein Paten gesucht: ja
kastriert: ja Mittelmeercheck: negativ

 

 

Ich heiße Lena und meine Pflegemama (sie nennt mich Lena) hat mir gesagt, dass ich euch schreiben soll. Sie sagt, ihr bringt Träume und Wünsche in Erfüllung. Mein sehnlichster Wunsch ist eine eigene Familie zu haben, die mich liebt und pflegt, denn in meinem kurzen Leben habe ich nur die schlechte Seite des Menschen kennen gelernt.

 

Als mich die Helferinnen der Protectora APADAC fanden, wollte ich mich nicht bewegen, nicht essen und auch nicht einmal meine "Geschäftchen" machen. Ich hatte einfach nur Angst vor allem. Im Zwinger wurde es nicht besser, obwohl alle ihr Bestes gaben. Meine Panik war zu groß. Doch dann geschah ein kleines Wunder und meine Pflegemama Sonia nahm mich mit nach Hause.

 

Meine Pflegefamilie zeigt mir nun, dass ich mich nicht mehr fürchten muss. Ich esse schon normal, trinke Wasser und die täglichen Spaziergänge an der Straße meistere ich prima. Das verdanke ich auch meinem Hundefreund in der Pflegestelle, der mir zeigt, dass ich mich nicht fürchten muss. Ich beobachte ihn gut und merke mir alles, was er tut. Ich schnuppere an dem, was er schuppert, wir spielen zusammen und sogar das Wasser trinken wir gemeinsam. Ehrlich gesagt, ich habe gewaltige Fortschritte gemacht! Ihr könnt es auf den Videos sehen, wie gut ich mich benehme - ich bin wirklich eine ganz brave Maus. Aber leider kann ich hier nicht bleiben... Ich habe nun verstanden, dass es wunderschön ist, mit einer Familie zusammen zu leben und die Vorstellung, dass ich noch einmal in einen Tierheimzwinger müsste, finde ich ganz schrecklich! Bitte helft mir und holt mich zu euch, damit das nicht passiert.

 

Ich hoffe, dass meine zukünftigen Menschen irgendwo da draußen sind und meinen Hilferuf lesen. Vielleicht verlieben sie sich ja in mich und schenken mir ein Zuhause?! Für mich würde mein sehnlichster Wunsch in Erfüllung gehen. Bitte, bitte, meldet euch, damit ich bald in eure Arme reisen darf.

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Lena konnte am 16.02.2019 in ihre Pflegestelle nach Köln ziehen. Sie ist noch etwas ängstlich, aber ihr Pflegefrauchen zeigt ihr bereits, dass keine Angst haben muss und sie ihr vertrauen kann. Nun wartet Lena auf ihre Für-immer-Familie, die ihr behutsam zeigt, wie schön das Leben sein kann und wie glücklich ein Hund in einer Familie sein kann.


Pflegestellenbericht:
Die kleine Lena ist ein unglaublich sensibles, zärtliches und aufgewecktes Mädchen, das man immer mit Schmuseeinheiten locken kann. Auch wenn sie zu Beginn sehr ängstlich ist und vor allem die ersten Tage einfach einen Rückzugsraum braucht, taut sie schnell bei Herrchen/Frauchen auf und sucht Nähe.
Sie hat lebendige Phasen, in denen sie wild durch die Wohnung hüpft und sich auf dem Rücken wälzt; wenn ein zweiter Hund im Haus ist, diesen gerne animiert mit ihr zu tollen. Aber genauso glücklich ist sie, wenn sie auf ihrer Decke dösen kann. Ein zweiter, etwas sichererer Hund würde ihr gut tun, da sie sich an ihm orientieren kann. Es wäre gut, wenn ihre neuen Besitzer angsthunderfahren sind oder ausreichend Zeit für Übungen mitbringen.
Draußen hat sie noch große Angst – andere Hunde ahnt sie von Weitem und dann zieht sie, weil sie einfach nur weg möchte. Man muss noch mit ihr üben, ihr Selbstvertrauen aufbauen, Kontakte mit anderen Hunden üben. Es wird etwas dauern, bis sie frei laufen kann, doch da sie sehr an Frauchen/Herrchen orientiert ist und eine treue Nudel ist, wird das mit Geduld sicherlich gelingen. Daher benötigt sie natürlich in der ersten Zeit einfach lange Spaziergänge, damit sie am Ende des Tages ausgelastet ist. Denn sie möchte rennen, spielen, macht immer wieder Anläufe; doch dann fängt sie wieder ihre Panik und sie stoppt ab und rennt zurück. Was ihr hilft, sind „gewohnte“ Wege zu Beginn. Autos oder Lärm stressen sie nicht zusätzlich, sodass sie auch ein zufriedener Stadthund werden kann.
Wenn bereits ein anderer Hund im Haushalt ist: Sie schaut schnell ab. Wenn an der Straße stehen geblieben wird, macht sie das auch. Wenn der andere Hund erst sitzen muss, um ein Leckerli zu bekommen, zieht sie nach. Sie lernt sehr schnell, ist eine pfiffige kleine Maus. Und am besten kann man tatsächlich mit ihr üben, wenn die positive Sanktion ein einfaches Bauchkraulen ist.

Die ersten zwei drei Tage müsste man sich intensiv Zeit nehmen und Geduld mit ihr haben. Anfangs könnte es Schwierigkeiten machen, ihr das Geschirr (es muss zu Beginn das Panikgeschirr sein, da sie sich aus anderen sehr, sehr schnell befreit) anzuziehen. Irgendwann lässt sie es doch zu, es benötigt eben viele Anläufe, doch auch das wird schnell besser. Im besten Falle gäbe es dann einen Garten, in den sie für diese Anfangszeit immer mal wieder raus kann.

Mit Sicherheit wird Lena ein absoluter Traumhund und ihre Familie sehr glücklich machen, wenn ihr anfangs ausreichend Geduld und Zeit geschenkt wird.

 

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